Bauprojekt Bellerivestrasse wird neu ausgearbeitet

Gegen die Pläne für die Sanierung der Bellerivestrasse sind diverse Einsprachen, Anträge aus der Bevölkerung und Vorstösse aus dem Gemeinderat eingegangen. Da die Ansprüche zum Teil weit auseinander liegen, wird die Oberflächengestaltung unterbrochen und neu ausgearbeitet. Insbesondere sollen Varianten mit anderer Fahrbahnaufteilung und anderen Temporegime geprüft werden.


Quelle: Tiefbau- und Entsorgungsdepartement, 8. Oktober 2018

Die Pläne zum Grossbauprojekt Bellerivestrasse wurden vom 30. Juni bis 31. Juli 2017 öffentlich aufgelegt. Dagegen sind mehrere Einsprachen eingegangen. Diese sowie Anträge aus dem Quartier fordern unter anderem durchgehende Velostreifen, Spur- und Temporeduktionen. Ausserdem verlangt eine Motion aus dem Gemeinderat (vgl. GR Nr. 2017/287) einen Versuch mit drei Spuren und flexiblem Richtungswechselbetrieb auf der mittleren Spur. Die mittlere Spur soll morgens stadteinwärts und abends stadtauswärts führen. Die Verringerung von vier auf drei Spuren würde Platz für Velostreifen schaffen. Dies soll mit einem dreijährigen Pilotversuch getestet werden.

Die eingegangenen Forderungen zur Fahrbahnaufteilung und zum Temporegime verlangen vertiefte verkehrsplanerische Abklärungen. «Die Sache ist verfahren. Die Wünsche der Quartierbevölkerung und der umliegenden Gemeinden gehen weit auseinander. Wir können die unterschiedlichen Ansprüche zurzeit nicht unter einen Hut bringen», sagt der Stadtingenieur Vilmar Krähenbühl. Die ursprüngliche Planung mit wie bisher vier Fahrspuren wird deshalb unterbrochen. Neue Varianten mit Spur- und Temporeduktionen werden ausgearbeitet und mit der ursprünglichen Variante verglichen. Zur Prüfung der Machbarkeit und für die Erstellung eines Verkehrsgutachtens betreffend Spurreduktionen hat das Tiefbauamt eine Studie in Auftrag gegeben. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird es den Fächer für die Oberflächengestaltung nochmals öffnen und in Rücksprache mit dem Kanton als Bewilligungsinstanz für diese überkommunal klassierte Strasse eine Bestvariante ausarbeiten. Sollte dabei die Fahrbahn anders aufgeteilt sein, müssen die Pläne nochmals öffentlich aufgelegt werden.

Dieser Prozess verzögert den ursprünglich geplanten Baustart auf unbestimmte Zeit. Die Ab-wasserkanalisation, die Wasserleitungen und der Strassenbelag sind zum Teil in sehr schlech-tem Zustand. Deshalb müssen vor der Gesamtsanierung lokale Reparaturen vorgenommen werden, die entsprechende Verkehrsbehinderungen mit sich bringen.